Schwyzerische Demokratische Republik

Schwyzerische Planwirtschaft

In der SDR herrscht die Planwirtschaft, die oft auch einfach nur Volkswirtschaft genannt wird. Diese sieht vor, dass alle Betriebe des Landes in staatlicher Hand sind oder in direkter Linie mit dem Staat zusammenhängen. Das bedeutet in der Praxis, dass in der SDR niemand die Chance hat, mithilfe der Unternehmen aufzusteigen. Betriebsleiter, die die Vermittler zwischen Staat und Arbeiter sind, verdienen nur selten mehr als die Arbeiter der Betriebe, die von dem Sozialistischen Wettbewerb profitieren. Dieser Wettbewerb wird vom Staat durchgeführt. Betriebe, die gute Bilanzen zeigen, werden mit Ruhm belohnt und somit im ganzen Staat bekannt. Um diesen Sonderstatus zu erreichen und den Siegel der Staatlichen Qualitätsarbeit zu können, geben sich die Fabriken, Bauernhöfe, Büros etc. immer mehr Mühe. Oft kann der Staat der SDR diesen Konkurrenzkämpfen gar nicht nachkommen. Es mangelt nicht an Arbeitskraft, sondern an den passenden Geräten. Vor allem in eher ländlichen Gebieten fehlen neue Maschinen. Die meist nicht automatisierten Maschinen, die den Betrieben zur Verfügung stehen, sorgen dafür, dass Pläne vieler Wissenschaftler nicht realisiert werden können. Dass die Schwyzer trotz dieser Umstände mit ihrem Leben und ihren wirtschaftlichen Leistungen zufrieden sind, ist bemerkenswert. Modernisierungsversuche wurden bereits angekündigt. Drei Abkürzungen sind in der Schwyzerischen Wirtschaft wichtig: SEB, PG und SE.

Die Staatseigenen Betriebe in der SDR sind die beliebtesten und bekanntesten Betriebe des Landes. Sie verarbeiten die Rohstoffe und Erzeugnisse aus den Produktionsgenossenschaften zu Produkten, die dem Volk dann als Ware zur Verfügung gestellt werden. Neben Lebensmittel produzieren SEBs auch Waffen, Autos, Flugzeuge und Kleidungsstücke. Viele SEBs haben ihren Sitz im Süden von Martinsthal, im dortigen Industriegebiet: SEB Flugzeugteile Martinsthal, SEB Waffentechnik Martinsthal und SEB Schwyzerische Motorenwerke (bekannt für den Brabant 700 - siehe Foto). Der größte SEB für die Produktion von elektrischen Geräten in der Schwyz befindet sich auch in Martinsthal: Viele elektronische Geräte stammen aus dem SEB Elektrogerätewerke Martinstal. Zwar sind die Artikel, die dort produziert werden, im Vergleich zu westlichen Erzeugnissen sehr alt und unpraktisch, für schwyzerische und somit sozialistische Gegebenheiten aber ein Fortschritt. Die meisten Lehrlinge bevorzugen die SEBs, da die Ausbildung leicht mit einem Studium auf der Universität in Verbindung gebracht werden kann.

Als Produktionsgenossenschaft wird der Zusammenschluss von Werktätigen und deren Produktionsmitteln sowie anderer Beschäftigten zur gemeinschaftlichen Produktion in der SDR bezeichnet. Es gibt Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaften (LPG), Produktionsgenossenschaften der Fischer (PGF) und Handwerkliche Produktionsgenossenschaften (HPG). Die SEP beschloss auf einer internen Konferenz, in Martinsthal vom 5. August 2009, die Maßnahmen zur erneuten Bildung von Genossenschaften, die in der Republik der Demokratischen Schwyz abgeschafft wurden. Damit wurden landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaften wieder zugelassen. Die Einzelbauern, die nur noch 5 Prozent des Landwirtschaft ausmachen, werden bei der Maschinenausleihe durch die Maschinen-Traktoren-Stationen (MTS) systematisch absichtlich benachteiligt, damit sie sich den LPGs anschließen, was nun auch immer wieder passiert. Insbesondere zwischen den Produktionsgenossenschaften herrscht ein Wettbewerb und Ruhm und Ehre. Jedes Jahr werden verschiedene Genossenschaften von der Führung der SEP geehrt. Siegel, Auszeichnungen und Medaillen werden vergeben, um auf die fleißige Arbeit der Bauern aufmerksam zu machen. Beispiele für effektive Produktionsgenossenschaften sind die LPG Karl Marx Keimstedt, die sich auf Vieh konzentriert und die landesweit wegen ihrer Betriebsmannschaft bekannten LPG Getreide Staaken.

Der Staatliche Einzelhandel (SE) ist damit beauftragt, die Waren, die in den Produktionsgenossenschaften und Staatseigenen Betrieben produziert werden, dem Volk zu überbringen, also die Ware zu verkaufen. Besonders in diesem Bereich ist der Sozialistische Wettbewerb sehr wichtig. Zwar handelt es sich immer noch um Planwirtschaft, die Arbeiter konkurrieren aber trotzdem, da sie Abzeichen bekommen wollen. So kommt es, dass alle größeren Städte und alle dicht befahrenen Straßen in der SDR mit Plakaten und Werbewänden verziert werden. Im Gesetz über den Staatlichen Einzelhandel sind alle Punkte, die man als SE-Leiter beachten muss, angegeben, aber auch was für Einzelhandelsstandorte es gibt: SE Kaufhaus, SE Warenhaus, SE Kaufhalle, SE Lebensmittel. Diese sind beispielsweise die Standorte, die ein Sortiment an Lebensmitteln und Haushaltswaren anbieten (der Größe nach sortiert - von groß zu klein). Neben diesen gibt es auch SE Drogerie, SE Apotheken, SE Feinwarenverkaufsstellen, SE Fachgeschäft, SE Dienstleistung. Besonders diese sind sehr gefragt, da sich auch das schwyzerische Volk gerne beispielsweise die Haare schneiden lässt. Im Gastronomie-Bereich der SDR-Wirtschaft gibt es SE Gasthof, SE Restaurant, SE Bar & Café und SE Hotel. Die größte (staatliche) Hotelkette der SDR heißt Hyperhotel.