Sie sind nicht angemeldet.

Fernsehen der SDR

Informativ, unterhaltsam!

  • »Fernsehen der SDR« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 142

Beruf: Nachrichtensprecher

  • Nachricht senden

1

Dienstag, 19. November 2013, 03:02

Der schwarze Kanal (18.11.2013)

Am Montagabend nach dem Montagsspielfilm, der immer von 20:00 bis 21:30 Uhr läuft - das Fernsehen der SDR ist hier so streng, dass einige Filme extra gekürzt ausgestrahlt werden, damit man diese dreißig Minuten Sendezeit nicht überschreitet - ist es Zeit für die erste Ausgabe des »schwarzen Kanals« seit langem. Seit 1999 sendete ihr Moderator Karl-Friedrich von Schneissler keine neue Ausgaben mehr. Am 18.November feiert die Sendung ihr Comeback, zur besten Sendezeit. Wie immer sagt eine leicht bekleidete Dame vor einem blauen Hintergrund die Sendung an:

[Ansagerin] »Dieser Ausgabe seiner Sendung "Der schwarze Kanal" gab Karl-Friedrich von Schneissler den Titel: "Eifersüchtiges Andro". Das Politmagazin "Der schwarze Kanal" ist heute zum ersten Mal seit vierzehn Jahren wieder im Fernsehen der SDR zu sehen.«


Dann wechselt das Bild in ein kleines Studio, in dem von Schneissler, der mittlerweile doch in die Jahre gekommen ist, vor einer grauen Wand sitzt:


[von Schneissler] Wer hätte gedacht, dass die Föderale Republik Andro ihre Eifersucht so klar signalisieren wird? Guten Abend, meine Zuschauerinnen und Zuschauer! Andro verliert seit Monaten ihre außenpolitische Präsenz - schon jetzt wird das Land kaum mehr wahrgenommen. Das Kaiserreich hat längst aufgehört, sich die Interessen der Androsen - beziehungsweise der Regierung der Androsen - anzuhören, man siehe Richtung Jerusalem (nicht Salem wie einige fälschlicherweise meinen). Dass Andro in diesen Monaten der außenpolitischen und diplomatischen Bedeutungslosigkeit im internationalen Kampf zwischen Sozialismus/Frieden und Kapitalismus/Imperialismus besonders eifersüchtig auf die SDR und ihre Verbündeten sein darf, ist uns allen klar.

[Ausschnitt aus dem androischen Fernsehen] Dobrij wecher dami i gospoda, in der aktuellen Sitzung des Martinsthaler Paktes stellen zwei Mitglieder fest, dass sie das Bündnis weniger als eine Vereinigung kommunistischer Staaten betrachten, sondern vielmehr als Allianz gegen imperialistische und kolonialistische Staaten. Dies würde bedeuten, dass sowohl Irkanien als auch Zedarien sich nicht als kommunistische Staaten betrachten würden. Weiterhin könnte diese Position zu einem internen Meinungsunterschied gerade mit der SDR führen. (tvAndro, 16.November)

[von Schneissler] Nein, diese Position führt zu keinem internen Meinungsunterschied gerade mit der SDR. Denn diese Position gibt es nicht. Zu aller erst mag ich die androischen Kollegen, die bis vor kurzem noch Parteibücher der Androischen Kommunisten hatten, darauf hinweisen, dass Zedarien ein kommunistischer Staat ist. Zedarien ist ein perfektes Beispiel der kommunistischen bzw. sozialististischen Wirtschaftsform, die mit den Traditionen der Bevölkerung d'accord geht. Der Islam in Zedarien harmoniert perfekt mit dem dortigen Sozialismus. Und ob Irkanien sozialistisch ist, tut nichts zur Sache, solange im Statut des SBFBZ klar beschrieben ist, dass der Martinsthaler Vertrag ein sozialistisches Bündnis ist. Wer zu faul ist, in die Satzung zu schauen, möge auch einfach überlegen, wofür das S in SBFBZ steht. Irkanien hat anderweitige Gründe, dem Vertrag beizutreten - es ist der Kampf gegen Dreibürgen - und ob sie sozialistisch sind oder nicht, tut nichts zur Sache, wobei ich auch hier behaupten könnte, dass sie sozialistisch sind. Die Begründung liefere nicht ich Ihnen sondern die Beratungen in der Kommunistischen Internationalen im SBFBZ, schauen Sie in die Protokolle.

[Ausschnitt aus dem androischen Fernsehen] Gleichzeitig wäre es gerade hinsichtlich Zedarien und Irkanien unglaubwürdig zu behaupten, sie seien antiimperialistisch eingestellt, obwohl sie selbst in der Vergangenheit Angriffskriege geführt haben. (tvAndro, 16.November)



[von Schneissler] Das ist falsch. Zedarien und Irkanien sind zwei Staaten, die in der jungen Vergangenheit Kriege geführt haben, ja, das ist richtig, aber es handelt sich hier niemals um Angriffskriege. Es sind Verteidigungskriege gewesen, mit der Absicht, den kolonialistischen Feind, der bis vor die eigene Haustür aufgerückt ist, zurückzudrängen. Dreibürgen hat weder bei Irkanien in Neu-Friedrichsruh, noch in Jerusalem etwas zu suchen. Staaten, die hier also den Kolonialismus und Imperialismus angreifen, sind klar im Recht. Viel mehr sollte das androische Fernsehen darüber berichten wie regelmäßig Raketen des Kaiserreiches auf Staatsgebiet der SDR aufkommen - Zufall oder schlecht gezielt? Ihr seid Kriegstreiber!

[Ausschnitt aus dem androischen Fernsehen] Die Föderale Republik Andro versteht sich seit einigen Jahren selbst als Kämpfer gegen imperialistische Bestrebungen und kritisiert zunehmend neokoloniale Ambitionen. (tvAndro, 16.November)

[von Schneissler] Andro versucht sich wichtig zu machen. Seit Jahren kriegt dieses zunehmend nationalistisch-chauvinistische Loch nichts zustande. Vor einem Jahr noch war Andro Partner Nr.1 des Kaiserreiches Dreibürgen. Gemeinsam haben das Kaiserreich und die Föderale Republik in Jerusalem gegen Soldaten der ZSVR und der SDR gekämpft. Andro hat also dafür gekämpft, dass die rechtmäßigen Besitzer Jerusalems, also die Zedarien, nicht an ihr Land kommen. Und warum so? Weil die eigene Religion es so vorschreibt. Dass Religionen meistens solche Gründe für Kriege sind, meine Damen und Herren, Genossinnen und Genossen, das erkläre ich Ihnen in einer anderen Sendung, aber ich glaube, ich konnte Ihnen klarmachen: Andro ist wegen eigener Interessen an der Seite des Kaiserreiches gewesen. Ist das nicht etwa Imperialismus? Die ZSVR war hier das wahre Opfer. Sie hat versucht, sich ihr Land aus den kolonialistischen Klauen Dreibürgens zurückzuholen. Eines Tages wird sie es schaffen.

Werte Zuschauerinnen und Zuschauer, es liegt doch auf der Hand. Die Föderale Republik Andro versucht sich mit allen Mitteln wieder ins Weltgeschehen einzuklinken und da auch Andro nun eingesehen hat, dass das Sozialistische Bündnis für Freundschaft, Beistand und Zusammenarbeit durch die Beitritte der Staaten Aurora, Huangzhou, Ozeania und Irkanien gestärkt wurde - und Zedarien ist der zweiten Ebene beigetreten - versucht Andro mit allen Mitteln Hass zwischen den Mitgliedsstaaten zu schüren. Ein schlechter Versuch. Aber vor allem ein gescheiterter Versuch.


Die Sendung endet, es geht weiter mit einer Wiederholung der Krimiserie »Polizeiruf 999«.

Erich Bonecker

Staatsratsvorsitzender

Beiträge: 2 122

Wohnort: Martinsthal

Beruf: Politiker

  • Nachricht senden

2

Dienstag, 19. November 2013, 19:09

Hat die Sendung sehr gut gefunden und schickt seinem langjährigen Genossen von Schneissler ein Dankesschreiben.
Erich Bonecker
Generalsekretär des Zentralkomitees der Sozialistischen Einheitspartei
Vorsitzender des Staatsrates der Schwyzerischen Demokratischen Republik

Herbert Köhler

Minister für Inneres

Beiträge: 2 762

Wohnort: Martinsthal

Beruf: Politiker

  • Nachricht senden

3

Dienstag, 19. November 2013, 20:35

Was für ein dickhäutiger Brillenelefant. Nun ja, die Sendung war ja ganz gut. Aber wieso kam da niemand aus dem Volksinformationsamt. Brrr. VIEL ZU LASCH! Ich will Dreibürgen Bäschingggg! :sdr:
Herbert Köhler
Staatsminister des Inneren
Mitglied des Politbüros des ZK der SEP
Avatar: Bundesarchiv, Bild 183-N0523-302 / Hesse, Rudolf / CC-BY-SA

Patrick Schleinitz

Chef der Volksarmee

Beiträge: 410

Wohnort: Warmenüchte

Beruf: General der Volksarmee

  • Nachricht senden

4

Dienstag, 19. November 2013, 22:20

Hat sich entschieden, die Folgen des "Schwarzen Kanals" bei der Ausbildung von NVA-Soldaten zu benutzen. Die Botschaften, die der Genosse von Schneissler gibt, sind perfekt!
Patrick Schleinitz
Marschall der Schwyzerischen Demokratischen Republik


Thema bewerten
Die Schwyzerische Demokratische Republik ist ein virtueller Staat im Internet.